FDP Stadtverband Hanau

Programm

Stadtentwicklung

Die Stadt Hanau wird sich in den nächsten Jahren und Jahrzehnten in ihrer Funktion als Oberzentrum im östlichen Teil des Ballungsraumes Rhein-Main, zwischen der Großstadt Frankfurt einerseits und den kleineren Umlandgemeinden des ehemaligen Landkreises Hanau andererseits, zu positionieren und zu behaupten haben.

Dabei ist der rechtliche Status der Stadt Hanau, also deren mögliche Kreisfreiheit, alleine nicht geeignet, strukturpolitische Maßnahmen zu ersetzen.

Von erheblicher Bedeutung sind vielmehr Ausbau und Verbesserung der Infrastrukturen für Verkehr, Handel und Gewerbe sowie Städtebau in der Stadt Hanau und ihren Ortsteilen.

In diesem Zusammenhang bedarf es einer dringenden Fortschreibung des "Leitbildes Stadtentwicklung Hanau" in der derzeit noch gültigen Version aus dem Jahre 1998. Die FDP Hanau wird sich vor diesem Hintergrund und in Kenntnis der Notwendigkeit zur selbstbewussten Weiterentwicklung der Stadt für folgende Projekte einsetzen:

• Für die potentiellen Konversionsflächen im Stadtgebiet, die derzeit noch von der US-Army und amerikanischen Zivileinrichtungen genutzt werden ist rechtzeitig eine umfassende Konzeption für mögliche Anschlussnutzungen zu entwickeln, um schnell und unverzüglich auf einen möglichen Abzug reagieren zu können. Dies ist Voraussetzung, um finanzielle Förderprogramme für Konversionsstandorte durch den Bund in Anspruch zu nehme Insbesondere das Gelände der amerikanischen High-School mit anschließender Wohnbebauung in Wolfgang bietet die Möglichkeit zur Weiterentwicklung des Bildungsstandortes Hanau. Hier könnte - gegebenenfalls auch in Zusammenarbeit mit den privaten Firmen im Industriepark Hanau - Wolfgang oder dem Technologie- und Gründerzentrum - eine Fachhochschule oder eine private Berufsakademie mit angeschlossenem Campus entstehen. Angesichts der Größe der betroffenen Flächen und der Bedeutung der damit verbundenen Aufgabe bedarf es hierzu eines städtebaulichen Ideenwettbewerbes.Die vorhandenen Strukturen ermöglichen die unmittelbare Verbindung von Wohnen und Arbeit in räumlicher Nähe. Denkbar wäre deshalb beispielsweise die Ansiedlung von Gewerbe- und Handwerkerhöfen in Verbindung mit zentralen Ausbildungswerkstätten und nahegelegenen Wohnungen für die Mitarbeiter.

• Die Entwicklung des Freiheitsplatzes ist auf Basis des mit breitem Konsens beschlossenen Bauflächen- und Nutzungskonzeptes voranzutreiben. Dieser Rahmenplan, der auf der Basis eines kompetent besetzten städtebaulichen Wettbewerbs mit umfassender Bürgerbeteiligung verabschiedet wurde, darf im Interesse einer zeitnahen Umsetzung nicht wieder in Frage gestellt werden. Die FDP Hanau setzt sich im Rahmen dieser Planungen insbesondere für den Umzug der Stadtbibliothek auf bzw. an den Freiheitsplatz, etwa in das Behördenhaus (Finanzamt), ein. An dieser Stelle könnte in Kooperation mit dem geplanten Brüder-Grimm Kulturzentrum ein "Haus der Sprache" am "Platz der Freiheit" entstehen. Zur Belebung des Publikumsverkehrs würde neben größeren Flächen für Einzelhandel auch ein neueres, moderneres Kino mit unmittelbarem Anschluss an die geplante Tiefgarage auf dem Platz beitragen.

• Die Hanauer Altstadt sollte durch geeignete infrastrukturelle Maßnahmen der Stadt aber auch durch verwaltungstechnische Unterstützung und Förderung von privaten Initiativen zu einem gehobenen innerstädtischen Wohnquartier aufgewertet werden. Städtebauliche Zielsetzungen könnten durch eine Gestaltungssatzung gesichert werden. In diesem Zusammenhang könnte sich die Veräußerung von Teilen der im städtischen Besitz bzw. im Eigentum der Baugesellschaft Hanau befindlichen Immobilien an private Personen und Gesellschaften investitionsfördernd auswirken.

• Der Schloßplatz am Rande der Hanauer Altstadt ist als möglicher Standort für ein innenstadtnahes Hotel mit direkter Verbindung zum CPH nicht aufzugeben. Hier sollten weiterhin Anstrengungen unternommen werden, um einen Hotelbetrieb zu etablieren.
Die FDP schließt dabei auch die Einbeziehung historischer Bauwerke, etwa der jetzigen Stadtbibliothek nicht aus, falls ansonsten der Bau eines Hotels nicht zu realisieren sein sollte.
Auch ein Hotel gewährleistet die öffentliche Nutzung historischer Bausubstanz.

• Als potenzielle Entwicklungsflächen für Dienstleistung, Handel und Gewerbe bietet sich neben dem in einem entsprechenden Prozess befindlichen Schlachthofgelände der Bereich um den Hauptbahnhof an. Beide Gebiete zeichnen sich durch eine hervorragende Verkehrsverbindung aus.

• Als herausragender Standortfaktor ist der Erhalt und Ausbau der Kultur- und Freizeiteinrichtungen von entscheidender Bedeutung.Die FDP Hanau hat deshalb seit Jahren beharrlich die Sanierung der Kuranlagen in Wilhelmsbad gegenüber der hessischen Landesregierung vorangetrieben. Nicht zuletzt diesen Initiativen ist es zu verdanken, dass derzeit der Arkadenbau in Stand gesetzt wird. Daran anschließend ist jedoch weiterhin Handlungsbedarf gegeben, um die gesamte Kuranlage wieder einer Nutzung durch die Hanauer Bevölkerung zuzuführen. Ziel ist dabei unter anderem wiederum einen gastronomischen Betrieb zu etablieren und die Restauration des Karussells in Angriff zu nehmen.

• Ein für Wanderer, Fahrradfahrer und Inliner geeigneter Rundweg um bzw. durch Hanau und seine Stadtteile wäre zum einen geeignet, die Freizeitqualität zu steigern und zum anderen, eine auch erfahrbare Verbindung mit den Stadtteilen zu stärken. Die Ausweisung einer entsprechenden Route könnte zumindest teilweise auf bereits bestehenden Wegen am Main und durch die Bulau erfolgen.


FDP Stadtverband Hanau

Vorl. Endergebnis für Hanau


Das Programm der FDP Hanau


zum Download als pdf-Datei

FDP Fraktion in der Stadtverordneten-
versammlung Hanau


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